Erste Social Entrepreneurship Konferenz in Kathmandu

Podiumsdiskussion zu Erfolg und Fehler bei Nachhaltigen Unternehmen

Podiumsdiskussion zu Erfolg und Fehler bei Nachhaltigen Unternehmen

 

Am 30. Juni und 1. Juli 2016 fand in Nepal die erste Internationale Social Entrepreneurship Konferenz statt. Nachdem die Konferenz erst auf Grund des Erdbebens und danach auf Grund der Blokade zwei mal verschoben werden musste trafen sich am 30. Juni morgens rund 250 soziale Unternehmer, Wirtschaftsforscher und Experten im Hyatt Hotel. In den Pausen luden 30 lokale Sozialunternehmen zum Bummel in Ihren Angeboten ein. Neben vielen biologischen Projekten und Projekten in denen ehemals verschleppte Frauen Schmuck oder ähnliche Handwerksgüter herstellen, war auch unsere Organisation Career Disha Nepal vertreten. Wir konnten dank der harten Arbeit von Patrick Menke an diesem Tag bereits unseren Prototypen der Berufsberatungswebseite herzeigen und haben sehr viel positives Rückmeldung erhalten.

Ich hatten an dem Tag jedoch eine andere Rolle. Ich konnte im Rahmen der nachmittäglichen Podiumsdiskussion meinen empirischen Essay zum Thema nachhaltiges Unternehmertum als Option für Jungunternehmer – eine institutionelle Analyse präsentieren. In dem Essay und der Präsentation stellte ich zum ersten Mal mein Konzept der 5 Typen von sozial Unternehmen vor. In diesem habe ich die Social Entrepreneurship-Klassifizierung von Kim Alter weiterentwickelt und mit Komponenten der Gemeinwohlökonomie, genauer gesagt der Gemeinwohlmatrix kombiniert und daraus einen  neuen Ansatz entwickelt.

Insgesamt war die Konferenz sehr von einer Aufbruchstimmung geprägt. Zwar gab es durchaus große Unterschiede in der Interpretation desen, was ein soziales Unternehmen ist. Vor allem über Mikrokredit finanzierte Familienunternehmen wurden oftmals fälschlicherweise als soziales Unternehmertum eingestuft, genauso wie viele Teilnehmer Jungunternehmertum selbst oftmals mit sozialen Unternehmertum vermischt wurde.

Alles in allem jedoch war die Konferenz dank der harten Arbeit von Nanda und den anderen Kollegen vom Kings College jedoch sehr erfolgreich und soll laut Veranstaltern 2017 wiederholt werden.